Circus Maximus

Circus Maximus

Via del Circo Massimo. (Öffnen Sie die Karte)

Beschreibung

Der Circus Maximus ist die antike Pferderennbahn Roms, eine lange Bahn im Tal zwischen Palatin und Aventin, wo die Römer Wagenrennen sahen. Heute ist er eine große offene Wiese mit Spuren der Zuschauerränge und der Kurve, auf der Konzerte und Feste stattfinden.

Der Circus bedeckt etwa 85.000 Quadratmeter. Anfangs waren es Holzbauten, schon im 6. Jahrhundert v. Chr. unter Tarquinius Priscus, doch 329 v. Chr. erschienen die ersten festen Startboxen. Das letzte bekannte Rennen veranstaltete der Gotenkönig Totila im Jahr 549.

Heute erkennt man vor allem die südliche Kurve des Circus mit dem mittelalterlichen Torre della Moletta und ein Stück der Seite zum Palatin hin. Die übrigen Spuren sind Fundamente, die man im Muster des Geländes lesen kann.

Auf der mittleren Spina standen zwei ägyptische Obelisken, heute versetzt: einer zur Piazza del Popolo und einer nach San Giovanni in Laterano. Die Ausgrabungen gehen weiter: 2015 kamen die Reste des Titusbogens ans Licht.

Der Legende nach entstand er mit der Stadt: Bei den Spielen, die Romulus für den Gott Consus ausrief, soll der Raub der Sabinerinnen stattgefunden haben. Doch die Bahn hatte auch ihre Kniffe. Die zwölf Startboxen waren auf einer Kurve angeordnet, damit jeder Wagen unter gleichen Bedingungen startete.

Julius Caesar gab ihm 46 v. Chr. die ersten gemauerten Sitzplätze. Augustus stellte den Obelisken auf, und Trajan baute ihn 103 n. Chr. nach einem Brand wieder auf. Eier und Delfine auf der Spina zeigten dem Publikum die Runden an.

In den folgenden Jahrhunderten füllte sich das Tal mit Gemüsegärten, einem jüdischen Friedhof und sogar einem Gaswerk, bis das Gebiet im 20. Jahrhundert freigeräumt wurde. Seit den Achtzigerjahren ist es Schauplatz großer öffentlicher Veranstaltungen.

1959 wollte man hier das Wagenrennen von Ben Hur drehen, doch die Denkmalbehörde sagte Nein. Man kommt mit der Metro B (Haltestelle Circo Massimo) oder mit der Straßenbahn 3 hierher.